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TUS Brake 3 - TVC Enger 3 15:24 (9:11) Kreisliga B Bielefeld/Herford

Der Fluch ist gebrochen, so preiset den Herren und die, die gottesfürchtig sind unter uns, und es sind derer vieler, können aus der Bibel folgenden Text erhören, der dort geschrieben stehet:

„Von diesem Fluch des Gesetzes hat uns Christus erlöst. Als er am Kreuz starb, hat er diesen Fluch auf sich genommen. In der Heiligen Schrift lesen wir ja: »Wer so aufgehängt wird, ist von Gott verflucht. « Der Segen, den Gott Abraham zugesagt hatte, sollte durch Jesus Christus allen Völkern geschenkt werden (Galater 3, Vers 13 und 14).

Und der Herr ward gnädig mit uns, dass er den Fluch von uns genommen hat.

Puuh! Was für ein anderer Fluch lag aber auf den Zuschauern, die sich dieses Spiel in der altehrwürdigen Braker Sporthalle angetan haben. Sportbashing ist ja so echt nicht mein Dingen, aber man muss sich schon fragen, warum wir uns in der Vergangenheit gegen Brake so furchtbar schwer getan haben und wir vielfach im Vorfeld schon die zwei Punkte hätten abschenken können. Denn das, was uns erwartete, hatte mit einem überlegenen Gegner nur homöopathisch was zu tun.

Viele von uns verdauten wohl noch die Niederlage im vereinsinternen Derby vom Donnerstag, wo wir - UUPPPSSS!! - die zwei Punkte an unsere Zweitvertretung abgeben mussten. Aber der wesentliche positivere Aspekt dieses Spiels lag wohl darin, dass die schwerste Verletzung ein Feilchen beim Kaiser war. Kein Achilles, keine Schulter und kein Band, was gerissen, gebrochen oder sonst irgendwie demoliert war. Man beschränkte sich auf Handball. Reicht ja manchmal auch. Nur schien unser Gegner das Spiel in der Liveschalte beobachtet zu haben (sportdeutschland.tv sei Dank), denn Steve verlebte im Angriff einen etwas ruhigeren Tag. Doch kommen wir zum Spiel:

Endlich wieder mit Musik wurde sich tüchtig warmgelaufen und Cwetti verkündete die Aufstellung (von links nach rechts) Doc, Vadder, Steve, Sebe, Toffi, Seppel am Kreis und ein sich wund und heiser schreiender Pille im Tor. Der Thomas Müller des TVC heißt bei uns Kaiser. Beide haben den gleichen Nimbus für den Verein, die gleichen schlanken Storchenbeinchen und den gleichen Platz im Spiel: sie saßen zu Anfang auf der Bank! Das vorab beschriebene Feilchen störte wohl zu sehr beim Gucken… Und dann begann das Elend In einer atemberaubenden Geschwindigkeit tobte ein Spiel über den meistgehassten grünen Hallenboden dieser Liga, unser Livechat via Whattsapp konnte kaum mithalten und auch das Kampfgericht hatte Mühen, dass Geschehene in den ESB zu prügeln. 2:32 - das erste Tor fiel. 4:29 - das zweite Tor und 6:31 - das dritte Tor fiel. So lange brauchten die Arminen zur selben Zeit glaube ich auch gegen Freiburg II, um ihre drei Tore zu machen. 10:57 - Anschlusstreffer für Brake. Dunnerlittchen, das war nichts für schwache Nerven. Wenn es in dem Tempo weitergegangen wäre, hätte man wohl gedacht, man wäre wieder beim guten, alten Feldhandball der 60er- und 70er-Jahre angekommen. Woran das lag? Brake hatte für sich die sofortige Manndeckung gegen Steve entdeckt, so dass der Rest - ob der fehlenden einleitenden Spielzüge - sofort versuchte, zum Touchdown zu kommen. Ball untern Arm geklemmt und Versuch zum Durchbruch. Nur war leider der Raumgewinn minimalst bis gar nicht vorhanden und wir verzettelten uns in zu viel Einzelaktionen. Dennoch reichte es zum komfortablen Halbzeitergebnis von 4:12 - ein Ergebnis, an welches ich mich nicht erinnern konnte, es jemals bei uns gesehen zu haben… Cwetti versuchte zwischenzeitlich durch einige Wechsel ein wenig mehr Ordnung und gebundenes Spiel zu erreichen. Auszeichnen durfte sich hier Magenta unter anderem, der durch einen gazellenartigen Auftritt am Kreis hervorstach - er tanzte auf einem (naja, nennen wir es mal) Bierdeckel seinen Gegenspieler aus - und netzte zum Halbzeitstand ein. Gleichfalls holte er (halb zog es ihn, halb riss es ihn nieder) einen schönen 7-Meter heraus. Wenn man mal ins Tempospiel kommt, dann - ja dann…

Ich habe im übrigen einen Themenvorschlag für das nächste Training: Regelkunde!! Wann ist ein Ball spielbar und wann nicht? Liegt oder rollt er im Torraum, dann ist der Ball „böse für bah“!! Ist er im Torraum aber in der Luft, zum Beispiel wenn er hüpft, dann ist er spielbar. Weiß nicht jeder bei uns, der in freudiger Erwartung einer saftigen, roten Kirsche, diese pflücken zu wollen, hängt sie doch an Nachbars Kirschbaum auf seinem Grund und Boden aber über unserem Grundstück oder so ähnlich. Die Geifer war bei Nico im Gesicht klar erkennbar („Nimm den Ball!!“) aber die Traute ob eines niederschmetternden Pfiffes des nicht unbedingt überragenden Gespannes verhinderte einen beherzten Zugriff. So hüpfte der Ball entlang der Torraumlinie immer näher zur Torauslinie und Nico griff quasi an der Eckfahne zu und versuchte unmögliches: von dort ins Tor zu treffen. Aber (getreu Mario Barth) „pass up, pass up“ - es geht noch weiter. Wurf aufs Tor, der Ball schlenderte entlang der Torauslinie (natürlich) am Tor vorbei und auf der anderen Seite versuchte dann ein hilfloser Braker den Ball aufzunehmen zum sicheren Ballgewinn. Nur der war nicht so sicher, wie er dachte. Ins Seitenaus trudeln zu lassen, wäre die bessere Wahl gewesen. So nahm er - wohl mit einem Bein im Seitenaus stehend - den Ball auf und „PFIFF“ der Ball war wieder bei uns. Slapstick hoch drei…

By the way: Brake fand Kurzdeckung in diesem Spiel total geil! Steve war mittlerweile draußen (Anmerkung für die Geschichtsbücher, weil wird wohl nicht wieder vorkommen: Er blieb ohne Torerfolg!), so dass dann Vadder und - halt mich fest, sonst schmeiß ich mich wech hier!! - in letzter Verzweiflung auch unser Wölfchen eine Mittellinienauszeit genießen durfte! Brake zog das durch, auch wurden sie zum Ende der Spielzeit noch offensiver. Aber wir konnten kontern - wir holten die gefürchtete Waffe der Vollprofis raus. Die Anzeige bei sportdeutschland.tv wechselte zu „Empty Goal“!!! Jaha, Rock´n´Roll!! Pedda raus (er durfte mittlerweile mit Pille tauschen, der sich wundgebölkt hatte) und Toffi rein. Das hätte unsere beiden Referee´s in Regelkunde wohl ein bisschen überfordert (Spielfortsetzung bei Verhinderung einer "klaren" Torgelegenheit in Verbindung mit Progression), schmissen sie Seppel doch bei Gesichtstreffer gegen den Torwart auch mit 2 Minuten vom Feld („Frei durch!“ heißt hier das Zauberwort, Kollegen.

Und die Zahl 13 ist doch keine Unglückszahl - so viele Spieler waren wir heute: Pedda und Stimmbruch-Pille im Tor, Sebe (3), Toffie (3), Kaiser (3/1), Sepp (3), Nico (1), Steve (0!!), Doc, Wölfchen (1), Magenta (2), Bambi (1) und Vadder (8).

So verbleibt der Hinweis auf den kommenden Spieltag. Dieser findet statt am 18.02. um 11:00 Uhr im Gymnasium zu Enger. Wer einen guten Fünftplatzierten sehen will, der den nächsten Gegner niederwalzt, der ist herzlich willkommen. Es geht gegen die Drittvertretung des VfL Herford.

Was ist sonst noch so passiert? Ach so, womit wir uns alles einschmieren vor dem Spiel… Warum heißt Pferdebalsam eigentlich Pferdebalsam, wenn es doch für den Menschen gedacht ist?? Diese ganzen Wortverdreher (Oxymorone!) wie „herrenloses Damenfahrrad“, „Ostwestfalen“ oder „offenes Geheimnis“. Ich komme hier allmählich nicht mehr klar.

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